Im Schneidersitz hocke ich auf meinem Bett, die Kopfhörer wie ein Pilot um den Hals, die unendlichen Weiten des Internets vor mir. Und ich bin erstaunt und stolz, was ich alles geschafft habe. Hätte man mir vorher gesagt, was ich hier alles ausprobieren und einbinden würde, ich hätte es nicht geglaubt. Jetzt lese ich es sogar vor. Und sehr bald – wenn ich endlich meine Hände auf einen funktionstüchtigen Scanner legen kann – werdet ihr auch ab und zu ein paar Zeichnungen von mir zu sehen bekommen. Ich habe sogar überlegt, den Zeichenprozess entweder mit Scannen im 5-minütigen Takt oder per Video (habe aber keinerlei Aufzeichnungsgerät momentan) nachvollziehbar zu machen. Währenddessen könnte ich euch dann erklären, was ich da mache. Muss dann unbedingt dran denken, vorher aufzuräumen und die Hände von allen Notizen zu befreien, die ich mir gerne draufkritzle.
Was? Schon so viel?
10 01 2008Kommentare : 1 Kommentar »
Schlagwörter: Bloggen, Internet, Visionen
Kategorien : Am Rand, Lageberichte
Heute schon gebloggt?
3 01 2008
Ein bischen Bildereinbinden, ein bischen Text, ein bischen Witz, ein bischen Layout – alles hab ich mal ein bischen probiert. Darf es noch ein bischen mehr sein?
Langsam kommt doch das Selbstverständnis als Bloggerin. Würde jetzt jemand in den Raum rufen: “He, du Blogger!”, könnte ich mich möglicherwiese angesprochen fühlen – im Gegensatz zum Anfang. Man hat Herzblut investiert und viel Zeit (hätte ich das gewusst!), und langsam beginne ich es zu lieben.
Doch ich stelle mir häufiger die Frage, wo der Blog hinführen soll.
Man kann viel träumen und viel tun. Aber was ist realistisch? Wie viel Aufwand lohnt sich? Bringt es mich weiter?
Zum einen die Familie. Ich habe das Gefühl, seit ich diesen Blog führe, kann sich vor allem meine Familie genauer vorstellen, was ich so im fernen Darmstadt mache. Ja, wie ich überhaupt schreibe. Ob ich trotz allem noch was werden könnte.
Es ist nicht einfach, allen alles zu zeigen. Je nach Person existiert auch ein bestimmtes Bild von mir. Durch diesen Blog könnte es sein, dass ich anders wahrgenommen werde, da ich zu niemand bestimmten rede und daher auch keiner bestimmten oder konsequenten Rolle entspreche.
Vielleicht wird man ernster genommen oder stärker unterstützt, doch ich denke, es fallen auch Masken.
Zum anderen hält mich dieser Blog dazu an, mein Wissen über Layout, HTML, CSS sowie Textgestaltung konkret anzuwenden und mehr auszuprobieren. Ich bin nicht als der Technikfreund bekannt, aber selbst wenn man etwas nicht besonders lieben kann, kann es nicht von Nachteil sein, es zu beherrschen. Man muss schließlich seinen Feind kennen!
Zum wiederum anderen (ich nenne das die neue Lysannsche Aufzählung, besonders geeignet für Leute, die nur bis zwei zählen können) kann ich auf diese Weise “Kontakt” mit vielen alten Freunden halten. Wobei Kontakt doch ein wenig mehr Feedback der Mitlesenden erfordern würde. Also eher im Stil einer Rundmail (nicht wahr, Anna?).
Zum allerletzt einen kann ich auf diese Weise mal all die Dinge loswerden, die so in mir rumspuken, die zum Erzählen zu lang sind und für eine Kurzgeschichte zu kurz.
Doch darf es noch ein bischen mehr sein?
Das ist die Frage.
- Wenn ich diese Seite aufsuche, schaue ich immer, was ich denn so geschrieben habe. Und bin enttäuscht. Ich hätte gern mehr Blogbeiträge, am besten regelmäßig, damit ich weiß, wann ich neue Beiträge auf meinem Blog finden kann und nicht immer gespannt aktualisiere, um dann wieder nichts vorzufinden (schließlich haben nicht alle einen Feedreader). Ich bin am Schwanken zwischen zweimal die Woche oder dreimal. Am Besten bestimmte Tage, dafür müssen die Beiträge nicht mehr so lang sein.
- Dann zum Layout. Ich bin ja ein ästhetischer Mensch und manchmal überlege ich mir ernsthaft, ob es nicht einfacher wäre, die Beiträge von Hand zu schreiben, einzuscannen und voilà – fertig ist der persönliche Blog. Wir können das ja mal ausprobieren. Einfach melden, ich bin gerne dabei.
- Mit freundlicher Unterstützung von Florian ist die obere Bildleiste entstanden, die mir recht gut gefällt. Anzumerken ist, dass Nummero 3. und … Moment … nachzählen… 8. von mir gezeichnet sind. Das wäre auch eine Möglichkeit, die ich zur Zeit hin und her wälze. Soll ich ein paar meiner Zeichnungen hier einbinden?
- Dann höre ich immer wieder, dass manche sich die Beiträge ausdrucken. Ob ich eine Druckversion einbauen sollte, oder geht es auch so?
- Die Sortierung. Am Liebsten würde ich die langsam wachsende Anzahl der Blogbeiträge nach Inhalt sortieren und nicht nach Monat.
- Und soll ich die Bücherliste erweitern? Eine kleine Buchkritik pro Woche, weil Lesen schließlich ein wichtiger Bestandteil meines Lebens ist?
Jetzt seid ihr mal mit meinen Gedanken geflutet worden. So viel Freiheit bietet auch viel Raum zum Entscheiden. Ich bin mir noch unsicher wie es weitergehen soll, doch jetzt habt ihr meine Blogwelt offen vor euch liegen.
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