Ordnung gesucht
7 05 2008Wie der eifrig Lesende mittlerweile sicherlich erfahren haben dürfte, bin ich selbst eine eifrig Lesende.
Wie viele Bücher ich wohl schon verschlungen oder hinter mich gebracht habe? Kein Vergleich zu den wartenden Massen, auf die ich noch nicht die Hände legen konnte. Wenn manche meinen, ich würde viel lesen, überrascht mich das eher. Ich könnte viel mehr lesen. Ich will unendlich viel mehr lesen. Allein der Gedanke, an das Wissen, die Ideen, die Geschichten - alle noch ruhend, wartend …
Neuerdings lese ich Bücher sogar mit Notizblock. Einfach weil mir immer wieder so schlechte Exemplare unterkommen, dass ich gar nicht anders kann, als versuchen, die Fehler genau zu ergründen und im Internet nach weiteren Kritiken zu suchen. Oder ich lese etwas so Weltbewegendes (JUNG!), dass ich jede Stelle markieren und auf die Wände schreiben will, um diese Erkenntnis nie wieder zu verlieren.
Aus all diesen Angewohnheiten ergibt sich ein großer Papierstapel. Und eine neue Erkenntnis: Ich bin - was mich selbst betrifft- extrem unorganisiert. Für manche nichts neues (ich seh euch lächeln!).
Aber sagt mir, wie sortiert man Ideen?
Schon seit mehreren Monaten suche ich nach einer Lösung. Irgendwie muss man doch ein System für seine Kreativität finden? Mittlerweile habe ich drei reale Ordner und mindest doppelt so viele auf meinem PC, sowie dutzende von Lesezeichen. Ich ärgere mich maßlos meine Ideen nicht sinnvoll ordnen zu können.
Solltet ihr also einen Vorschlag haben, wäre ich euch sehr dankbar. Vielleicht kennt ja jemand dieses Ideen-Überschwemmungs-Problem?

Erstmal zum vorherigen Thema:
Ich muss zugeben ich habe nicht alle Texte gelesen aber mein Kommentar bezieht sich ja auf diesen Text hier, ansonsten habe ich eigentlich nicht viel gelesen wo es um Essen geht^^.
Und wegen dem “…Man findet nicht immer unterhaltsame Themen…” ist ja klar, das Leben ist ja auch nicht immer unterhaltsam es gibt ja auch langweilige Teile…
Zum neuen Thema: Ich hab auch ab und zu mal Ideen aber ich vergess sie auch schon nach 2 Tagen wieder, so weis ich dann gar nicht mehr was es war und ärger mich nicht mehr darüber ;).
Machs doch so: Die wirklich besten Ideen schreibst du auf und alle anderen verwirfst du oder versuchst dich an sie zu erinnern. Sonst wird es einfach zu viel^^…
Ich weiß ja nicht, wie technik-affin (gibt es das Wort? Oder wenigstens eines, welches man so ähnlich schreibt?) Du bist, aber für große Projekte - und die sind, zumindest was die Ideen angeht, ja kein sonderlich anders gelagerter Fall - benutze ich seit mehreren Jahren schon Mind Mapping-Software. Für privat und umsonst gibt es da z.B. “FreeMind”, ansonsten kannst Du ja im Sommer im obersten Stockwerk mal nachfragen, was die so benutzen - ich kann mich da nicht mehr erinnern
Ok, ich schätze, ich habe mich nicht klar ausgedrückt. Es geht nicht darum zwei, drei Ideen zu ordnen. Es geht darum, an die 15 Buchentwürfe, 200 Ideen zu Handlungen, Persönlichkeiten und Orten sowie zwei ganze Ordner voll mit ausgeschnittenen Informationen, die ich alle in irgendeiner Weise verwenden möchte, in einen sinnvollen und übersichtlichen Zusammenhang zu bringen. Zusätzlich habe ich schon zu Themen Bildersammlungen angelegt, um Szenerien überzeugend schildern zu können. Das alles erstreckt sich sowohl in digitaler als auch Papierform - ich kann also 2 Monate mit Abtippen verbringen, dann müsste das System aber schon stehen und zudem was mache ich mit den neuen Zeitungsauschnitten? Oder den Buchstellen, die ich gerne behalten möchte? Ich kann doch nicht immer alles eintippen und komme auch nicht immer an Onlineartikel ran, so dass ich die Texte kopieren könnte.
Dann lassen sich diese Ideen schwer thematisch ordnen. Wenn ich sie einen bestimmten Buch zuordne, fallen sie für andere Experimente weg, was schade ist. Verdopple ich sie, habe ich immer das Problem, dass ich nicht weiß, wo jetzt was schon steht. Ich bräuchte ein Arbeitssystem in dem die gekritzelte Notiz (ich schreibe an die drei Ideen täglich auf alles was mir unter die Hände kommt) möglichst einfach zu einem wiederauffindbaren Punkt in einem Gedankenetz wird.
Die Mindmapping-Methode allein ist nicht ausreichend. Die Map müsste an die 50 Seiten umfassen. Die Idee, solche Netze aufzustellen, ist gut, aber da kann ich ja nur die groben Stichpunkte unterbringen, nicht die Hintergrundinformationen. Ich müsste also noch eine Verbindung zu den Bildern und langen Texten anlegen. Außerdem wäre der Zugriff nur digital - die letzten zwei Monate war mein Laptop in Reparatur. D.h. in solchen Situationen geht gar nichts mehr.
Bis jetzt habe ich eine einfache Datenbank genutzt - Scribble Papers. Ich habe ein Thema angelegt und alles reinkopiert und reingetippt was ich hatte. Der Nachteil ist, dass ich trotz allem Nicht-Digitales parallel dazu habe und dass es keinen guten Überblick gibt. Man muss bereits wissen, wonach man sucht. Ich bräuchte wohl eher eine Verbindung aus Mindmap, mit einer sehr groben Ideenübersicht und dazu eine Datenbank dahinter, in der ich alle meine ausführlichen Texte wiederfinden kann.
Doch da gibt es immer noch das Problem mit dem Nicht-Digitalem-Wissen und einem mindmap-System, dass seeeehr viel Vernetzung zulässt und sich über mehrere Seiten nutzen und ausdrucken lässt. Alle Software, die ich bis jetzt ausprobiert habe, war umständlich, langsam und das mit der Verknüpfung zu Datenbank stelle ich mir auch kompliziert vor.
Ich hoffe, jetzt sind die Ausmaße und meine Verzweiflung etwas klarer geworden. Auf jeden Fall danke für die Vorschläge!
Zu Kilians Idee: Die schlechten Ideen vergessen - die paar Ideen die ich mir aufschreibe, sind schon gefiltert, schließlich rede ich viel und da werde ich das meiste los. Wenn ich die anderen hartnäckigen nicht aufschreiben würde, wäre ich noch viel weiter weg vom wahren Leben und würde im gedanklichen Chaos-Welten versinken.