Kurz vor der Amputation

28 01 2008

Ich bin jetzt schon 20 und ein halbes Jahr alt. Doch heute morgen habe ich mich riesig darüber gefreut, dass mein kleiner Zeh aussieht als ob ich beim Holzhacken mit der Axt abgerutscht wäre.

Wie kam es dazu?

Der Film „Die Mumie II.“ verleitete mich zum abenteuerlichen Springen über die Sofalehne (nicht, dass ich das sonst nicht tun würde). Die ersten drei Mal ging auch alles wunderbar. Nur beim vierten Sprung war ich mit den Gedanken schon beim Milchreis auf dem Herd, bin abgerutscht und mit dem Zeh hammers (mir fällt nichts ein, was diesen Schmerzen Ausdruck verleihen könnte) irgendwie an die Sofalehne geknallt – die wohl an dieser Stelle nicht gepolstert war.
Meine WG-Männer haben sich köstlich amüsiert als ich im Kreis rumgehüpft bin und Gott, die Welt und alle Sofas dieser Erde verflucht habe.

Heute ist der Zeh also schön dunkelblau mit einem Schimmer ins Dunkelrote. Schön. Was gibt es Besseres als eine Verletzung die sehr schlimm aussieht, aber nur halb so weh tut? Normalerweise ist es doch andersrum und man kann seine Heldentaten nicht rumzeigen.

So und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss mir das grad nochmal anschauen. Faszinierend – wie konnte ich nur so lange ohne Kriegswunden leben?





Jubiläum

27 01 2008

Hiermit verkünde ich 100 Jahre Aufschlussreich!
Naja 100 stimmt schon, es handelt sich allerdings um Tage.

Auf dass es hier auch in den kommenden 100 Tagen blühen, brennen und brausen werde.





Iren sind menschlich

23 01 2008

Wenn das nicht DIE Überschrift schlechthin ist? Eine zarte Allusion an den Humor des Lesers… gelesen in der Textwerkstatt der Hochschule Darmstadt. Seit dem sehe ich Überschriften in einem anderen Licht.

Irgendwie habe ich an meinem Bloglayout rumgespielt und rausgekommen ist das hier. Zufrieden bin ich nicht, aber bald ist prüfungsfreie Zeit und da werde ich garantiert in die professionelleren Tiefen der Bildbearbeitung eintauchen. Bis dahin müsst ihr es ertragen :) . Als kleiner Trost, ein netter Brief:





Das Wasser steigt

19 01 2008

Nach den eher erbaulichen und unterhaltsamen Themen der letzten Zeit wieder etwas Tiefgründiges.

Einmal die Woche ist es soweit. Ich liege am Strand, betrachte die Landschaft und plötzlich spüre ich lauter werdende Panik. Ich suche nach dem Auslöser, ebenfalls von leichter Panik erfasst und sehe es: Das Wasser beginnt rasend schnell zu steigen. Schon sind die ersten Handtücher im Meer verschwunden. In der Eile versuche ich einzuschätzen, was von meinen Sachen ich mitnehmen soll, raffe es zusammen und renne was das Zeug hält, tauche in der davonjagenden Menschenmasse unter.
Diesmal rannte ich in die Stadt, die auf einem Hügel lag. Je mehr sich die Straßen verzweigten, umso weniger Menschen waren zu sehen; bis ich schließlich alleine rannte. Ein Blick zurück und ich sah, dass der gesamte Strand fehlte, alles ertrunken. Ich schaute nach soliden Hochhäusern Ausschau – meine neuste Taktik. Im Aufzug traf ich vier andere Unbekannte auf der Flucht. Und wir sahen, wie das Wasser stieg, über die Straßen, Dächer untertauchend, das nächste Stadtviertel ergreifend.

„Das ging ja nochmal glimpflich aus“, ist mein Gefühl. Am Schlimmsten ist es immer, wenn ich alleine auf einem Fels stehe und um mich herum nur Wasser. Nichts mehr außer Wasser. Und ich denke an all die Menschen, die es nicht geschafft haben und frage mich, wieso ich es überlebt habe.

Ja, in der Regel kann ich mich sehr gut an meine nächtlichen Träume erinnern. Sogar so gut, dass ich die Wege und die Anordnung der Gebäude in meiner Traumwelt kenne, auch wenn sie nicht der Realität entsprechen, sondern eben meinen unterschwelligen Eindrücken von den Gebäuden. Ich träume jetzt schon länger als vier Jahre in unterschiedlichen Abständen von der Überschwemmung. Aber trotz Psychologie, Esoterik und Traumdeutung komme ich nicht näher ran. Immer wieder versuche ich die Bedeutung herauszufinden. Und ich denke auch ab und zu ich hätte sie. Bis ich wieder sehe, wie das Meer sich erhebt. Aus dem Nichts.

Mittlerweile bin ich müde geworden. Ich habe kaum noch Lust, mich an meine Träume zu erinnern. Jeder Traum, in dem kein Wasser vorkommt, wird gefeiert. Am Schönsten sind Träume, in denen ich fliegen kann. Aber die habe ich nur dreimal im Jahr. Feuer oder Fallträume habe ich eigentlich nie.

Und was es für schöne Deutungsansätze gibt! Von der Version des Blasendrucks, dem Körpersignal, das in Bilder umgesetzt wird, über zur Empfehlung einer Therapie, weil Überschwemmungen ein deutliches Zeichen einer Psychose seien. Oder die Deutung, dass ich mich von mir selbst entfremdet habe und das Wasser meine gesammelten Gefühle – meine Seele überhaupt sei. Ich müsse wieder lernen, Empfindungen an mich ranzulassen. Wer mich kennt, weiß, dass ich eher am Gegenteil leide. Darum die andere Theorie, „du empfindest zu viel! Deine Gefühle überschwemmen dich“. Aha und jetzt?

Nirgends findet man einen brauchbaren Ratschlag. Soll doch einer sagen: „Stellen sie sich das nächste Mal eine Luftmatratze vor, pusten sie sie gemächlich auf und dann können sie ganz entspannt über das Meer treiben“. Und was ist mit den vielen Toten? Schon von der Masse des Wassers her, ist es unmöglich, einen Damm zu bauen. Man kann doch nicht alle Meere zumauern?! Oder alle Menschen auf einem Turm halten? Und obwohl es nur ein Traumproblem ist, verzweifle ich doch daran, es nicht lösen zu können.

Weitere Deutungsansätze sollen nicht vorenthalten werden:
„Die Überschwemmung ist Symbol für eine grundlegende innere Wandlung, die mit erheblichen Selbstzweifeln und Ängsten einhergeht. Am Ende findet man aber wieder zum richtigen Lebensweg und zur gewohnten Selbstsicherheit zurück.“ (Ahja, darf man fragen, was denn sich genau wandelt oder wäre das zu konkret?)
„Wenn man sich mitten in einer Hochwasserflut befindet, verweist dies darauf, daß man sich von diesen Emotionen überwältigt fühlt.“(Wer wäre das nicht, bei diesem Anblick?!)
„Tiefenpsychologisch deutet man Überschwemmungen als bewußte Inhalte, die das Bewußtsein plötzlich überfluten,- wenn das Wasser dabei trüb aussieht, kann das gefährlich werden.“(Glauben die, ich hab beim Rennen noch Zeit ins Wasser zu gucken und es zu analysieren? Es ist verdammt schnell!)

Zum Abschluß meine Lieblingsdeutung: „Welche unbewussten Inhalte es sind, kann man nicht sagen. Es kann sich dabei um alles Mögliche handeln. Aber eins ist klar: Fortlaufen geht nicht. Auf die Dauer bleibt dir nichts anderes übrig, als dich dem zu stellen, was derzeit noch den Weg vom Seelengrund zum Bewusstsein nicht findet. Wie das zu schaffen ist, ist natürlich eine ganz andere Frage!“
Vielen Dank.





Grumpig

14 01 2008

Jawohl, richtig gehört. Heute klappt nix, wegen der angeblich gesunden Ernährung bin ich nur noch auf gesunder Nahrungssuche, um endlich satt zu werden und das Wetter…! Da hilft nur eins: Dieses Lied hören und voller Inbrust einstimmen: http://www.youtube.com/watch?v=LX910xlkQhk





Bei Langeweile

13 01 2008

Hier eine kleine beispielhafte Liste, die eure Fantasie beim nächsten Langeweileanfall inspirieren könnte: Diesen Beitrag könnt ihr euch auch anhören.

  1. Konvertieren und Yoga in der Fußgängerzone lehren.
  2. Alle Uhren gleichstellen, am Besten nach der Atomuhr, nur so weiß man die Uhrzeit wirklich genau.
  3. Spontane Stadtbesichtigung bei Nacht (man hat endlich alles für sich und niemand steht andauernd im Bild).
  4. Mit Pflanzen reden, weil sie noch wirklich zuhören und dankbar sind, wenn sich jemand mit ihnen unterhält (hoffe ich Mal).
  5. In der Zeitung Rechtschreibfehler anstreichen (wer das Ganze gleich „richtig“ machen will: Notenskala aufstellen und Noten verteilen. Auch Zeugnisse sind möglich in Form von Leserbriefen).
  6. Abschiedsbriefe schreiben und glücklich trotzend weiterleben.
  7. Zurückgelassene Bons in Einkaufswägen anschauen und daraus sich das Leben anderer vorstellen.
  8. Die Äste am kahlen Baum vorm Fenster zählen (sonst geht das ja wegen den vielen Blättern leider nicht).
  9. Listen mit Lieblingsfilmen, Lieblingsmusik oder Lieblingsbüchern erstellen (sehr verbeitet und beliebt – doch darum leicht konservativ).
  10. Selbst aus Kartoffeln Chips backen, bzw. frittieren und sich freuen, der Ernährungsindustrie ein Schnippchen geschlagen zu haben.
  11. Blogs schreiben und hoffen, dass sie irgendwer da draussen liest (empfehlenswerter: Flaschenpost. Denn da kann man sich erstens ‘nen Fluss aussuchen und zweitens auf einer Karte schauen, wo die Flasche alles vorbeischwimmen könnte – auch wenn sie in Wahrheit zweíhundert Meter weiter schon hängengeblieben ist).
  12. Endlich all die Zeitungsschnipsel lesen, die man ausgeschnitten hat, weil man dachte, dass sie irgendwann mal wichtig sein könnten.
  13. Und dann alle Zeitungsschnipsel wegschmeissen, weil man sieht, dass sie überhaupt nicht wichtig waren.
  14. Ganz beliebt: Sachen aussortieren.
  15. Mitleid mit den aussortierten Dingen haben und die Hälfte wieder aus dem Müll retten.
  16. Sich über den schwer erreichbaren Dreck hinter der Heizung ärgern und laut lamentierend rumschrubben.
  17. Eine aufwändige Mahlzeit kochen, mit Suppe, Salat, Zwischenspeise und Ameuse-guele sowie Aperitif, um dann zu sehen, dass man alleine nicht mal die Suppe schafft. Inklusive dem Aufräumen und Einkaufen exotischer Zutaten, eine nette Art der Zeitverschwendung.
  18. Alle Bücher im Regal genau auf eine Linie rücken (ganz sicher nicht meine Idee).
  19. Oder nach Farbe sortieren (schon eher meine Idee).
  20. Das Lexikon durchlesen, weil man davon träumt, endlich alles zu wissen.
  21. Pläne zur Übernahme der Weltherrschaft schmieden.
  22. Überlegen, was einem fehlt und wer dran schuld sein könnte – auch sehr beliebt.
  23. Einen perfekten Banküberfall planen (schließlich hatten wir alle mittlerweile genug Unterricht durch all die Serien und Bücher, in denen Fehler aufgedeckt wurden).
  24. Vor dem Spiegel stehen und mal an dieser und mal an jener Haarsträhne rumzupfen, um herauszufinden, ob man schön aussieht, sich die Haare schneiden sollte oder besser das Shampoo wechseln oder gleich den Mann…?
  25. In Elektronikgeschäften auf neue technische Gerätschaften Jagd machen, die das Leben erleichtern.
  26. In Elektronikgeschäften auf neue Männer Jagd machen, die das Leben erleichtern (zumindest vorerst).
  27. Sich überlegen, was man alles tun müsste, eine To-do-liste schreiben, nach Priorität und Themengebieten sortieren und dann doch nichts von all dem tun.
  28. Das Zimmer aufräumen und den letzten hartnäckigen Fussel vom Teppich zupfen und dann sich nicht mehr bewegen, damit nicht alles wieder dreckig wird.
  29. Die Möbel umstellen und dabei eine völlig neue Seite des Zimmers entdecken – und an sich selbst.

Wenn man all das überfliegt, zeigt sich doch ein einfühlsames Bild vom Menschen. Er versucht Ordnung oder Abwechslung in sein Leben zu bringen und sei es durch seine Bleistifte.
Deswegen habt Verständnis mit dem teilweise unverständlichem Verhalten eurer Nächsten, sie versuchen nur mit sich selbst klarzukommen.





Was? Schon so viel?

10 01 2008

Im Schneidersitz hocke ich auf meinem Bett, die Kopfhörer wie ein Pilot um den Hals, die unendlichen Weiten des Internets vor mir. Und ich bin erstaunt und stolz, was ich alles geschafft habe. Hätte man mir vorher gesagt, was ich hier alles ausprobieren und einbinden würde, ich hätte es nicht geglaubt. Jetzt lese ich es sogar vor. Und sehr bald – wenn ich endlich meine Hände auf einen funktionstüchtigen Scanner legen kann – werdet ihr auch ab und zu ein paar Zeichnungen von mir zu sehen bekommen. Ich habe sogar überlegt, den Zeichenprozess entweder mit Scannen im 5-minütigen Takt oder per Video (habe aber keinerlei Aufzeichnungsgerät momentan) nachvollziehbar zu machen. Währenddessen könnte ich euch dann erklären, was ich da mache. Muss dann unbedingt dran denken, vorher aufzuräumen und die Hände von allen Notizen zu befreien, die ich mir gerne draufkritzle.





Karfunkel und Furunkel

10 01 2008

Ich liebe die Etymologie (= Wortherkunft) wegen der Geschichte, die sie den Wörtern gibt.
Diesen Beitrag könnt ihr euch unter dem Punkt „Vorlese-Archiv“ in der Seitenleiste von mir vorlesen lassen!

So ist vielleicht dem ein oder anderem der Begriff „Karfunkel“ bekannt. Ich kenne es nur von dem Buch „Mein Freund Karfunkel“ (1979) von Rosel Klein, in dem ein Mädchen sich nach anfänglichem Hass mit dem Sohn des Direktors namens „Himmelsbach“ anfreundet. Da sieht man mal wieder, was man sich alles ungewollt merkt. Besonders dieser außergewöhnliche Name blieb hängen, den nun übrigens auch der Oberbürgermeister meines Heimatbezirks Heilbronn (wer’s nicht kennt, hat nichts verpasst) trägt. Doch was der Name Karfunkel bedeutet, wurde im Buch nicht enthüllt und so verbinde ich den Namen mehr mit einer unangenehmen Hauterscheinung: dem Furunkel.
Dank meines Lieblingsbuches, dem Duden Herkunftswörterbuch, mit der mythischen Seriennummer 7, konnte ich diese eklatante Wissenslücke, über die Günther Jauch sicher den Kopf geschüttelt hätte, ausfüllen:

Mit „Karfunkel“ bezeichnet man feurig rote Edelsteine. Ursprünglich aus dem Lateinischen entlehnt „Carbunculus“ (–> Karbon-…) wurde es mit dem deutschen Götterfunken im Hinterkopf umgewandelt in Karfunkel.
Dieser Stein war mit Sagen umgeben, wie uns die Gebrüder Grimm lehren. Er wuchs als Heil- und Zaubermittel im Schädel des Einhorns, im Gehirn der Kröte, sogar im Magen des Kapaunen (kein Wunder, dass ihn heute kaum einer mehr kennt. Wer sucht schon dort danach?). Als Tinkturschatz in der Alchemie gepriesen, fand er auch viel Wertschätzung unter den romantischeren Schreiberlingen. Albertinus: „Der karbunkl ist fewrfärbig und scheinet dermaszen, dasz sein glanz so gar durch die nacht nit kan uberwunden werden.“ (der welt tummel- und schauplatz; München 1612: 839)

Und was macht man mit neuem Wissen? Genau man freut sich, wenn man dadurch die Fehler anderer Leute entlarven kann und die Welt ein bischen besser versteht. Bestes Beispiel bei der Google-Suche nach dem Karfunkel-Buch: Sir Arthur Conan Doyles „Der blaue Karfunkel“. Da wusste wohl auch die Übersetzerin die genaue Bedeutung nicht mehr.

Aber eine Lysann will es genau wissen: Woher kommt nun das Wort Furunkel?

In der Wortabteilung F stoße ich auf einen besonders großen Abschnitt der zu dem gesuchten Wort gehört. Treffer! Das bedeutet nämlich, besonders viel Geschichte und Assoziationen. Lassen wir uns mal in die Geschichte des vernachlässigten Furunkels führen:

Im 16. Jahrhundert – wie so vieles aus den lateinische Gefilden gewaltsam ins germanische Reich rübergezerrt – wurde unser sympathisches Wort für „Eitergeschwür“ vom lateinischem furunculus entlehnt. Wie wir alle wissen, oder zumindest ich nach mehreren Jahren Unterricht wissen sollte, ist Furunculus eine Verkleinerungsform von der Stammform „Fur“, dem Dieb. Wir haben es also mit einem „kleinen Spitzbuben“ (Duden) oder Diebchen zu tun. Nachgewiesen ist auch die Bedeutung als „Nebenschössling“, aus dem Gebiet der Rebstöcke. Das führt zu der Theorie, dass Winzer das Wort ‘Furunkel’ ähnlich wie ‘Geiz’ (im Sinne von ’schmarotzender Trieb’) ursprünglich scherzhaft gebrauchten, weil die kleineren Nebentriebe des Rebstocks dem Haupttrieb den Saft ’stehlen’.

Und was haben nun Rebstöcke mit unseren heutigen Furunkeln zu tun?
Wohl weil ein Geschwür dem Auge am Rebstock ähnelt und eine Blutkonzentration um den Eiterherd bewirkt – also somit Körpersäfte moppst – übertrug ein phantasievoller Arzt den Begriff auf die Entzündung.

Dies war also der langversprochene etymologische Abstecher in die tiefsten Tiefen des verborgenen Wortsinns. Konnte ich euer Herz nicht mit meiner Geschichte über Furunkel erwärmen, so sollen Goethes Worte für mich sprechen:

„doch ich fühle schon erbarmen
im carfunkel deines blicks.“





Express-Telegramm

10 01 2008

New – New – New
Lesen am Bildschirm ist auf Dauer anstrengend. Lehnt euch doch mal zurück und hört meinem neusten Experiment zu: Der Vertonung meines Charakteristikbeitrags. Damit es authentisch bleibt, sind alle Originalversprecher und Druckser enthalten (kann ja schlecht zugeben, dass ich noch nicht rausgefunden habe, wie ich es gut rausschneiden kann). Den Beitrag sowie die hoffentlich folgenden findet ihr in der Seitenleiste unter dem Punkt „Vorlese-Archiv“.

Ich hoffe, ihr habt ein gleich großes Vergnügen daran wie ich!





Heute schon gebloggt?

3 01 2008

Ein bischen Bildereinbinden, ein bischen Text, ein bischen Witz, ein bischen Layout – alles hab ich mal ein bischen probiert. Darf es noch ein bischen mehr sein?

Langsam kommt doch das Selbstverständnis als Bloggerin. Würde jetzt jemand in den Raum rufen: „He, du Blogger!“, könnte ich mich möglicherwiese angesprochen fühlen – im Gegensatz zum Anfang. Man hat Herzblut investiert und viel Zeit (hätte ich das gewusst!), und langsam beginne ich es zu lieben.

Doch ich stelle mir häufiger die Frage, wo der Blog hinführen soll.
Man kann viel träumen und viel tun. Aber was ist realistisch? Wie viel Aufwand lohnt sich? Bringt es mich weiter?

Zum einen die Familie. Ich habe das Gefühl, seit ich diesen Blog führe, kann sich vor allem meine Familie genauer vorstellen, was ich so im fernen Darmstadt mache. Ja, wie ich überhaupt schreibe. Ob ich trotz allem noch was werden könnte.
Es ist nicht einfach, allen alles zu zeigen. Je nach Person existiert auch ein bestimmtes Bild von mir. Durch diesen Blog könnte es sein, dass ich anders wahrgenommen werde, da ich zu niemand bestimmten rede und daher auch keiner bestimmten oder konsequenten Rolle entspreche.
Vielleicht wird man ernster genommen oder stärker unterstützt, doch ich denke, es fallen auch Masken.

Zum anderen hält mich dieser Blog dazu an, mein Wissen über Layout, HTML, CSS sowie Textgestaltung konkret anzuwenden und mehr auszuprobieren. Ich bin nicht als der Technikfreund bekannt, aber selbst wenn man etwas nicht besonders lieben kann, kann es nicht von Nachteil sein, es zu beherrschen. Man muss schließlich seinen Feind kennen!

Zum wiederum anderen (ich nenne das die neue Lysannsche Aufzählung, besonders geeignet für Leute, die nur bis zwei zählen können) kann ich auf diese Weise „Kontakt“ mit vielen alten Freunden halten. Wobei Kontakt doch ein wenig mehr Feedback der Mitlesenden erfordern würde. Also eher im Stil einer Rundmail (nicht wahr, Anna?).

Zum allerletzt einen kann ich auf diese Weise mal all die Dinge loswerden, die so in mir rumspuken, die zum Erzählen zu lang sind und für eine Kurzgeschichte zu kurz.

Doch darf es noch ein bischen mehr sein?

Das ist die Frage.

  • Wenn ich diese Seite aufsuche, schaue ich immer, was ich denn so geschrieben habe. Und bin enttäuscht. Ich hätte gern mehr Blogbeiträge, am besten regelmäßig, damit ich weiß, wann ich neue Beiträge auf meinem Blog finden kann und nicht immer gespannt aktualisiere, um dann wieder nichts vorzufinden (schließlich haben nicht alle einen Feedreader). Ich bin am Schwanken zwischen zweimal die Woche oder dreimal. Am Besten bestimmte Tage, dafür müssen die Beiträge nicht mehr so lang sein.
  • Dann zum Layout. Ich bin ja ein ästhetischer Mensch und manchmal überlege ich mir ernsthaft, ob es nicht einfacher wäre, die Beiträge von Hand zu schreiben, einzuscannen und voilà – fertig ist der persönliche Blog. Wir können das ja mal ausprobieren. Einfach melden, ich bin gerne dabei.
  • Mit freundlicher Unterstützung von Florian ist die obere Bildleiste entstanden, die mir recht gut gefällt. Anzumerken ist, dass Nummero 3. und … Moment … nachzählen… 8. von mir gezeichnet sind. Das wäre auch eine Möglichkeit, die ich zur Zeit hin und her wälze. Soll ich ein paar meiner Zeichnungen hier einbinden?
  • Dann höre ich immer wieder, dass manche sich die Beiträge ausdrucken. Ob ich eine Druckversion einbauen sollte, oder geht es auch so?
  • Die Sortierung. Am Liebsten würde ich die langsam wachsende Anzahl der Blogbeiträge nach Inhalt sortieren und nicht nach Monat.
  • Und soll ich die Bücherliste erweitern? Eine kleine Buchkritik pro Woche, weil Lesen schließlich ein wichtiger Bestandteil meines Lebens ist?

Jetzt seid ihr mal mit meinen Gedanken geflutet worden. So viel Freiheit bietet auch viel Raum zum Entscheiden. Ich bin mir noch unsicher wie es weitergehen soll, doch jetzt habt ihr meine Blogwelt offen vor euch liegen.